rechts oben die marille

der winterling, der finsterling, der miese hund hat ein gedicht
da graust's dir oben und unten zittern die spendierhosen. wie erbärmlich
nein!, ruf' ich, kein scheißgedicht in mein gesicht gedrückt von einem
winterling. dem finsterling, dem miesen hund
die stimme gickst ganz hoch das nein, was anderes fällt mir nicht ein vor lauter
gruselschreck und weg. hand an hosenbund spendiert und hopp: die flucht
bleib da, is' eh egal, ruft da die rettung, aufgeklappt im liegestuhl und mir entgegen wachelt sie, in windes eile fliegt's mir um und in den kopf (ein wunder, das nur nebenbei)
bin so marillenfarben! bin die natur!, ruft sie, bin die natur und wie!, ruft sie
bin wirklich, wirklich wirklichkeit, schneuzt sie sich laut ins butterweiche dackerl für den arsch, wird leis' und flüsterlt leiser noch
hab ein' empfindlich' nas', hab ein empfindlich' hinterteil, sagt sie, aus lauter fischgebein, sagt sie, wird backenrot, errötet allerliebst: sehr süß und da der winterling
der finsterling, der miese hund, klammert am marillenstängel, saugt sich hart ein liebeslied aus dem verholzten grün
da bin ich ausm schneider. bin kein stück gerannt ich und doch im leo lieg ich da, die augen zu:
aufgeklappt lieg' ich im liegestuhl, rechts oben die marille
ahg - 31. Mai, 14:35
HAT ETWAS ZEN_HAFTES...