Montag, 18. Februar 2008

brüstung aus karamell

Bruestung-aus-Karamell

die brüstung aus karamell hinein ins blau des aquarellisten
und sonst nichts das ist ein cluburlaub mit schwarzen wasserschlangen die
durch die wüste die schottert und backsteint wie eine riesenbaustelle
ja durch die wüste führen und es grünt palmen zum beispiel nur so
zum beispiel können es auch bougainvilleen sein
den palmen um den hals gelegt mit blüten aus zuckerwerk vom büffet sammet
weißem innendekor oder pool um pool mit so viel poolblau
dass mir die augen noch immer noch tränen trotzdem will ich staunen
über den himmel über das meer über die trockenen berge über die linien
messerscharf ins treffen geführt wie ich so am warmen buckel liegend bin
aufgeheizt wie ein wüstenstein ohne jedes geheiß einfach so

Samstag, 2. Februar 2008

neben mir eine

schuhschachtel eine holzkiste für zigarren
die mit dem spitzen miniatur-nagel zum
fadenziehen - die nerven meine herrschaften denken sie an die nerven
der verschlafenen der vergrabenen arglosen wo doch der
sarg: neben mir liegt und leer ist - ehrlich wahr - und
rundherum zwölf millionen zierkissen vom xxx-lutz vom
kika ikea: lasset uns einmöblieren sprach der herr und schlug die augen gen
himmel schlug er sie der bastard weil er ein himmels
stürmer sein wollte was aber nicht ging angenagelt wie er war
ein armer hund will ich sagen aber er
spricht dass es nur so qualmt in der zigarrenschachtel und der kleine spitze nagel
zieht sich einen wollfaden aus meinem lila pullover:
in wohlwolligen schuhen bin ich gegangen herr und die schachtel ist leer
vergib mir nicht
nichts und schon gar nicht was neben mir liegt:
die leere schuhschachtel die holzkiste für zigarren
den leeren sarg

Samstag, 26. Januar 2008

und wind ist

und wind ist und stürm und das war
früher war das nicht so stürm umso
stürmerischer ist's heut sag'n die leut wenn's
ihnen den schädel
wegreißt vor lauter wind im g'sicht
aber vorher hat bruno gesagt
vorher blast's uns noch den ganz'n blödsinn
ausm schädl aber wenn der
doch schon weg ist und wie eine
kugel aus pralinenpapier vom sturm
und die anhöhe hinauf
und wind ist geworfen wird getrieben wird
geschlagen der sturm ja früher
früher war die luft
bis zu taub so stürm so stürmerisch still
stiller

Freitag, 21. Dezember 2007

Wintergruß an alle MitleserInnen

Blick-vom-Mitteldamm

Dienstag, 11. Dezember 2007

von wegen Blau

ein Zungenstück für zwei Theater eine Zunge
schleift am Rand entlang schleift sich dort ein wo Abrisszacken wie gefährlich
in den Himmel steh’n o nein schon wieder Himmel doch heute nur
der Schüssel Zickzack blau dort unten wo die Menschen sind und drunter noch
wo’s glatt und glätter wird am Rund des Bauches warm liegt er
in deiner Hand wenn du sie an den Himmel legst ach
lass sie liegen dort doch du derweilen deine Zunge aufgezackt
von wegen Blau wo doch der Himmel eh schon so weit weg
ist rot ist sie hast deine Hand längst weggestreckt

Samstag, 8. Dezember 2007

nach oben offen / ich halt mich kurz

nach oben offen ist fast so gut wie zu
geschlossen wort und w wie wolkenformationen aber ja
ich halt mich kurz:
nach oben hin ist alles offen
nur der himmel nicht weil der ist fast so gut wie
ich sag's ja hab's immer schon gesagt:
nein lasst keine himmel offen steh'n das gibt ein
blaublutbad das ohne ende offen rinnt und rinnt und
rinnt davon ins himmelblau so süß das mädchen hält
sich kurz den rock am himmelssaum nach unten offen
jetzt


(thema: schnapp dir worte an die leine)

Mittwoch, 14. November 2007

Asure

Asure-1

Sonntag, 14. Oktober 2007

Ein Herbztgeditz

Du Hänfzling, du Hänfzlingshänfzling, rief ich hinter H. her und H.
Verschwand. Und Zet
Zum Lachen ist das, spraz der Z. und lachte
Hazett! Hazett! Hazett! (Es klang wie Niesen – endloses!)
Kennst du ihn? Den Z. mit dem kilometerhohen Hutz?
Den Zet mein’ ich, der singtz und singtz, bis Herrzen hoch in Himmel
Springtz. Er bringt zurück zu dirz, der Zet, der Zet und ist dann weg
O ja, spraz H., eben wieder da, und O nein, ein Zett soll niemals nicht allein
Zein, wenn ein, wenn ein, wenn ein
Wenn ein Bohnensprotz, ein Bohnensprotz bis in den höchsten Zimmel
Sprotz. Jetzt aber: Zett!
Jetzt ist die Zeit für Anhanftungen, weil Herbzt ist
Weil Herbzt ist. Herbzt ist’z

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